Ich besitze seit über zwanzig Jahren Gitarren. Sieben Stück, um genau zu sein. Drei E‑Gitarren, zwei Akustik‑Gitarren, eine Bassgitarre und eine Ukulele, die ich eigentlich nie spiele. Das Problem: Ich wusste nie genau, welche Saitenstärke auf welcher Gitarre lag, wann ich zuletzt die Bundreinheit geprüft hatte oder ob ich Ersatzteile wie Potis oder Schalter überhaupt noch besaß. Vor zwei Jahren begann ich, alles in einer Excel‑Tabelle zu erfassen. Das funktionierte eine Weile – bis ich die Datei auf einem anderen Rechner brauchte und sie nicht fand. Genau in dem Moment stieß ich auf eine Lösung: eine simple Web‑App, mit der ich meine komplette Sammlung strukturieren konnte. Heute nutze ich grumpi.com.des online, um jede Gitarre, jedes Pedal und jeden Verstärker in einer übersichtlichen Datenbank zu verwalten.
Warum Excel nicht reicht
Excel ist mächtig, aber für solche Sammlungen klobig. Ich hatte Spalten für Marke, Modell, Baujahr, Saitenstärke, letzte Wartung, gekaufte Ersatzteile und Notizen. Nach einem Jahr war die Tabelle 40 Zeilen lang – für sieben Gitarren plus Zubehör absurd viel Arbeit beim Filtern. Suchte ich nach „Les Paul“ und „Saitenstärke 010“, musste ich drei Spalten manuell durchgehen. Die Web‑App dagegen bietet vorgefertigte Felder speziell für Musikinstrumente: Typ (E‑Gitarre, Akustik), Baujahr als Dropdown, Material von Hals und Korpus. Das spart Zeit und verhindert Tippfehler.
Bilder direkt am Gerät speichern
Ein großer Vorteil der digitalen Variante: Ich kann Fotos von jeder Gitarre hinterlegen. In Excel müsste ich entweder Links zu Ordnern setzen oder Bilder in winzige Zellen quetschen. In der App lade ich ein Bild pro Eintrag hoch – etwa von einem Kratzer am Lack oder der Seriennummer im Soundloch. Vor kurzem verkaufte ich eine alte Stratocaster an einen Freund; ich schickte ihm einfach Screenshots der drei gespeicherten Bilder aus der App statt zehn WhatsApp‑Nachrichten.
Wartungsintervalle automatisch tracken
Meine größte Schwäche war das Vergessen von Wartungen. Eine Akustikgitarre braucht alle sechs Monate neue Saiten, eine E‑Gitarre je nach Nutzung häufiger. In der App lege ich für jede Gitarre ein Wartungsintervall fest – zum Beispiel „Saitenwechsel alle 3 Monate“ oder „Bundreinheit prüfen nach 20 Spielstunden“. Die App erinnert mich dann per Browserbenachrichtigung (wenn sie geöffnet ist) oder zeigt eine fällige Wartung auf dem Dashboard an.
Teilebestand statt Herzschmerz
Ich sammle auch Ersatzteile: alte Pickups von einer Gibson‑Kopie abmontiert, fünf Sätze Saiten in verschiedenen Stärken, einen defekten Lautstärkeregler den ich gegen einen neuen tauschen wollte – alles lag in einer Kiste unter dem Bett. In Excel notierte ich jedes Teil separat: „3 x Ersatzsaiten 010-046“ und „1 x Seymour Duncan SH-4“. Die App hat ein eigenes Feld für Teilekategorien (Saiten, Elektronik, Mechaniken), sodass ich sofort sehe was fehlt.
Synchronisation zwischen Geräten ohne Cloud
Ich hasse es wenn Daten irgendwo im Nirgendwo verschwinden. Die App speichert alle Einträge lokal? Nein – tatsächlich läuft sie komplett browserbasiert ohne Cloudzwang? Ich habe drei Rechner (Arbeitslaptop Tablet Heim‑PC), aber die Daten bleiben bei mir? Genau das macht die Sache sauber: Ich öffne die Seite auf jedem Gerät und sehe denselben Stand solange ich angemeldet bin – ohne dass ein Drittanbieter meine Gitarrendaten liest.
Kategorisierung nach Wert und Zustand
Nicht alle Gitarren sind gleich viel wert oder gleich häufig im Einsatz. Meine Gibson Les Paul Standard kostete neu 2500 Euro; die Squier Stratocaster aus den Neunzigern vielleicht 150 Euro. In der App vergebe ich jedem Objekt eine Bewertungsskala von 1 bis 5 (Zustand original vs custom) und schätze den Marktwert auf Basis aktueller eBay-Preise ein. Einmal im Jahr exportiere ich diese Zahlen als CSV für meine Hausratversicherung – kein Papierkram mehr mit handschriftlichen Listen.
- Datensicherheit: Alle Daten liegen auf meinem eigenen Server oder lokalen Speicher
- Flexible Felder: Kann zusätzlich Pedale Kabel oder Verstärker hinzufügen ohne die Struktur umzustellen
- Schnelle Suche: finde jede Gitarre in drei Sekunden über Marke Modell oder Seriennummer
- Export: CSV Export für Versicherungszwecke mit einem Klick
- Wartungslogbuch: Zehn Einträge pro Objekt zeigen wer wann was gemacht hat
Auch Nicht-Musiker profitieren davon
Das System funktioniert für jede Art von Sammlung – Briefmarken Münzen Vinylschallplatten oder LEGO-Sets solange man Bilder und Textdaten braucht Ich habe meinem Vater damit seine Münzsammlung digitalisiert hat jetzt doppelt so viel Spaß am Sortieren weil er Faltblätter aus den Achtzigern neben Fotos seiner alten Silberdollar legen kann Wer einmal anfängt merkt schnell wie viel Zeit analoge Verwaltung frisst probiert es einfach aus mit dem ersten Objekt